Das Gute liegt oft nah

Hafer - Einer der wertvollsten heimischen Getreidearten

Hafer ist anderen Getreidearten in vielen Bereichen überlegen, weil er besonders viel hochwertiges Eiweiß mit den wichtigsten Aminosäuren für eine gute körperliche und geistige Leistungsfähigkeit enthält.

 

Die Fette des Hafers sind ernährungsphysiologisch besonders wertvoll, weil sie zu 70 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren bestehen- davon wiederum sind allein 40 Prozent die lebenswichtige Linolsäure. Im Hafer stecken leicht verdauliche Kohlenhydrate und lösliche Ballaststoffe. Die löslichen Ballaststoffe sorgen wiederum für einen niedrigen Blutzuckerspiegel und ein niedriger Blutzuckerspiegel beugt Diabetes vor.

Serotonin ist unser Glückshormon und Hafer gehört zu den Lebensmitteln, die den Körper zu einem vermehrten Ausstoß des Glückshormons veranlassen. Last but not least enthält Hafer einen wesentlich höheren Anteil an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen als andere Getreidearten.

 

Die Vorteile für sportliche aktive Menschen sind

  • Unterstützung der Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit
  • Längeres Durchhaltevermögen
  • Schneller Erholung nach der körperlichen Belastung

 

Tipps:

  • Für Ihr Frühstücksmüsli sollten Sie Haferflocken und Rezepte mit z.B. frischem Obst verwenden. Vermeiden Sie stark gezuckerte Fertigmüslis oder auch Flakes aus Mais.
  • Als leichten Snack bis ca. 30 Minuten vor dem Sport eignen sich sogenannte Instant Flocken. Diese lösen sich z.B. leicht in Orangensaft auf. Rezeptempfehlung: 3 Esslöffel Instantflocken (leicht lösliche, zartschmelzende Flocken) in 0,2l Orangensaft auflösen und ggf. mit einem Teelöffel Honig verfeinern.
  • Nach dem Training ist vor dem Training: Unterstützen Sie Ihre Regeneration mit einer eiweißreichen Mahlzeit nach dem Training und um die Energiespeicher zu füllen eignen sich Haferflocken sehr gut. Wenn Sie Ihren Muskelaufbau mit Proteinshakes unterstützen, können Sie den Energiegehalt auch leicht mit gut löslichen Haferflocken steigern.
  • Achten Sie immer darauf, dass Sie nicht mehr Energie aufnehmen als Sie verbrauchen, sonst überwiegen die negativen Folgen der Gewichtszunahme die positiven Eigenschaften dieses Nahrungsmittels.

 

Weitere Informationen zum Thema Hafer können Sie auch in unserem aktuellen Mitgliedermagazin nachlesen.

Hätten Sie es gewusst?

Interessantes aus der Welt der Wissenschaft

Zeiteffizienz und neue Zielgruppen - Training in Zeiten der Krise


Die Wirtschaftskrise wird sich 2010 auch auf das Trainingsverhalten auswirken, behauptet Cedric X. Bryant vom American Council on Exercise ACE. Das zumindest belegt seine Befragung von über 600 Personen aus dem Bereich Fitness in den USA. Danach geht der Trend zu kurzen, möglichst zeit-effizienten Trainingseinheiten, die gleichzeitig Kalorien verbrennen, Kraft aufbauen und die Ausdauer verbessern. Die genaue Abwägung von Kosten und Nutzen wird ebenfalls eine verstärkte Rolle bei den Ausgaben im Bereich Fitness spielen, so gäbe es beispielsweise schon jetzt in den USA den Trend, sich Personal Trainer mit einer anderen Person zu teilen, um Kosten zu sparen.

Im Gegenzug sieht Bryant vermehrt neue Zielgruppen, die in den Fitnessmarkt strömen werden. Auf der einen Seite entdecken immer mehr ältere Menschen Fitness als Notwendigkeit, um ein aktives und erfülltes Leben zu führen. Auf der anderen Seite werden aufgrund von Erfolgsshows wie „The biggest Loser" und zahlreicher Gesundheitskampagnen Übergewichtige und Menschen mit chronischen Krankheiten zunehmend Fitnessclubs aufsuchen. Es sei jetzt die Aufgabe der Fitnessbetreiber, sich mit ihrem Angebot auf diese neuen Zielgruppen einzustellen, so der Wissenschaftler.

 

Mit Fitness zum Nichtraucher


Dass Sport das unmittelbare Verlangen nach Nikotin senkt, wurde bereits in einigen Studien nachgewiesen. Eine aktuelle Studie der Universität Exeter in Großbritannien belegte nun, dass auch die Phase der Raucherentwöhnung mit Sport deutlich leichter fällt als ohne.

Teilnehmern der Studie wurden nach fünfzehn Stunden Nikotinentzug abwechselnd neutrale Bilder und Bilder, die zum Rauchen animieren, vorgelegt und dabei gemessen, wie lange die Bilder jeweils fixiert werden. Danach wurde die Hälfte der Teilnehmer auf ein Fitnessfahrrad gesetzt, während die andere Hälfte faulenzte. Anschließend wurde der Bildertest mit beiden Gruppen wiederholt.

Die Radler fixierten die Raucher-Reizbilder deutlich weniger lang und auch das subjektive Verlangen nach einer Zigarette fiel deutlich geringer aus. Der Hintergrund: Umweltreize seien für viele Rückfälle verantwortlich, so die Wissenschaftler. Wenn sich der Umgang mit diesen äußeren Reizen ändert, was durch Sport der Fall ist, sinke gleichzeitig das Rückfallrisiko.