Nur 14 Prozent der Deutschen leben rundum gesund

Neue Studie: „Wie gesund lebt Deutschland?“

Die DKV Deutsche Krankenversicherung und das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln haben das Gesundheitsverhalten der Deutschen untersucht. Die GfK Nürnberg fragte dafür bundesweit rund 2.500 Menschen nach ihren Alltagsgewohnheiten. Das Ergebnis förderte zutage, dass die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern am gesündesten leben, was unter anderem damit zu begründen ist, dass sie die meisten Strecken im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen. Generell war das Ergebnis allerdings ernüchternd, denn nur 14 Prozent der deutschen Bevölkerung leben wirklich gesund.

 

Die Forschungsgrupppe hat für dieses Ergebnis viele Aspekte, wie Ernährung, Bewegung oder Stress untersucht. So leben und ernähren sich Frauen beispielsweise deutlich gesünder als Männer, treiben aber etwas weniger Sport und sind "anfälliger" was die Vorlieben von Süßigkeiten betrifft. Interessant ist ebenso der Fakt, dass je älter wir werden, desto gesünder wird unser Lebensstil. Ältere Menschen sind häufiger Nichtraucher und leidet weniger unter Stress wie die junge Generation.

 

Auch das Thema Bildung spielt eine bedeutende Rolle, denn laut Studie leben Menschen mit höherem Schul- oder Studienabschluss generell gesünder, bewegen sich allerdings weniger als Personen, die einen Hauptschulabschluss haben. Das Bewegungsdefizit wird von der Bevölkerungsgruppe mit höherem Abschluss aber wiederum durch intensiveres Sporttreiben ausgeglichen. Am intensivsten wird Sport in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland.Pfalz, Berlin und Hessen getrieben.

 

Die größte Motivation sind dabei vor allem Freunde und Bekannte. Über 68 Prozent der Befragten meinten in dieser Studie, dass Freunde sie zu mehr körperlicher Aktivität bewegen könnten, als man es allein vermag.

 

Testen Sie doch einmal wie sehr Sie Andere zum Gang ins Fitnessstudio bewegen können, denn das Sport bekanntlich zusammen mehr Spaß macht, war auch schon vor dieser Studie bekannt, jetzt ist es sogar "wissenschaftlich" belegt.

 

Das größte Potential in Sachen "Gesundheit in Deutschland" liegt laut der Studie bei den Kindern und Jugendlichen. Die könnten, wenn sie sich frühzeitig mit den Themen Ernährung, Bewegung und stressmindernder Lebensweise, sprich Erholung, auseinandersetzen, schon in jungen Jahren die Weichen für ein langes und gesundes Leben stellen. Generell ist es dafür aber nie zu spät, denn auch wer erst jetzt die Grundgleichung von Fitness³: Training+Ernährung+Erholung=Erfolg verinnerlicht, wird sich langfristig gesünder und fitter fühlen.

 

Bildquelle: DKV-Report-Uebergewicht. Bild 1: Übergewicht ist ein großes gesellschaftliches
Problem, meinen zwei Drittel der Befragten.

Gesunde Lebensweise mit Diabetes

Vererbung, Alter, das metabolische Syndrom sowie Bewegungsmangel und Übergewicht sind die Risikofaktoren von Diabetes mellitus Typ 2. Darum gehören eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung für Menschen mit Diabetes Typ 2 zu den wichtigsten Bausteinen ihrer Therapie. Um fast 60 Prozent ließe sich die Rate der Neuerkrankungen an Diabetes  Typ 2 durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung senken. Doch strenge Diätpläne mit der totalen Vermeidung von Zucker und Alkohol sind mittlerweile der Vergangenheit zuzuschreiben. Der Speiseplan eines Diabetikers ist schon lange nicht mehr nur streng und einseitig, sondern einer abwechslungsreichen und schmackhaften Ernährungsform gewichen. Aus diesem Grund greifen immer mehr Menschen, die einen gesunden Lebensstil pflegen möchten, zu Diabetiker Rezepten. Anders als Typ-1-Diabetiker, die regelmäßig Insulin spritzen müssen, um den Mangel dieses Hormons auszugleichen, können Typ-2-Diabetiker dagegen zu Beginn der Erkrankung viel bewirken, indem sie ihren Lebensstil ändern.

 

Diabetiker lernen in Schulungen, wie sie ihr Leben auf die Krankheit anzupassen haben. Viele Menschen sind jedoch auf sich allein gestellt, wenn sie die eigene Ernährung umzustellen versuchen, um so einen gesunden Lebensstil zu erreichen. Dabei kann der simple Austausch einiger Speisen und Getränke für Diabetiker, als auch für Menschen, die sich gesund ernähren möchten, sehr viel bewirken. Bei Getränken sollten Fruchtsäfte und Nektar gegen Früchtetees, Saftschorlen sowie Light-Getränke ausgetauscht werden. Bei Brot und Nudeln können Vollkornprodukte statt Produkte mit weißem Mehl verwendet werden. Wer gerne belegte Brote isst, kann Butter und Margarine gegen Tomatenmark oder Senf tauschen. Auch bei Fleisch und Fisch können mit der richtigen Wahl einige überflüssige Kalorien eingespart werden. Statt Wiener Würstchen, Putenbrust, statt Hering, gebratene Forelle. Die Möglichkeiten ungesunde Lebensmittel gegen gesunde auszutauschen sind sehr vielseitig und können so von jedem ins tägliche Leben eingebaut werden.