Weihnachten ist Genusszeit. Das darf man auch fühlen – im Kopf, auf dem Teller und im Kalender. Unsere aktuellen Daten zeigen deutlich, was viele ohnehin aus dem eigenen Leben kennen: Im Dezember geht das Fitness-Interesse (basierend auf Google-Suchvolumen) in Deutschland spürbar runter – und im Januar kommt es mit ordentlich Schub zurück. Kurz gesagt: Gans im Dezember, Gains im Januar.
Wenn die Tage kürzer werden, die Termine voller und der Plätzchenteller quasi ein Social-Must-have ist, verschiebt sich die Prioritäten-Liste.
Genau das spiegeln auch die Zahlen:
Heißt übersetzt: Das Interesse an Fitness- und Ernährungsthemen sinkt im Dezember deutlich – und kommt im Januar mit richtig Wumms zurück. Der Neujahrs-Anstieg liegt bei rund 39 %.
Spannend wird’s, wenn man schaut, wo die Ausschläge besonders stark sind. Die Extremwerte kommen auffällig oft aus Mittelstädten – und überdurchschnittlich häufig aus dem Osten.
Und wichtig: Das ist kein „Nur die Unmotivierten lassen nach“-Phänomen. Die Daten zeigen kaum Zusammenhang zwischen grundsätzlicher Fitness-Affinität und dem Weihnachts-Drop.
Heißt: Auch fitte Städte schalten im Dezember runter. Der Jahreswechsel wirkt damit eher wie ein saisonaler Rhythmus als ein Charaktertest.
Regional wird’s interessant:
Das wirkt fast wie zwei unterschiedliche Holiday-Strategien: Die einen machen den Dezember zum echten Reset. Die anderen halten eher den „Comfort-Flow“.
In den Extrem-Listen fällt ein Ost-Fokus auf: Viele der stärksten Dezember-Drops und der größten Januar-Zuwächse liegen in den neuen Bundesländern.
Das könnte für mehr saisonale „Amplitude“ sprechen: bewusste Pause im Dezember, starker Neustart im Januar.
Mecklenburg-Vorpommern wirkt wie ein „Gans & Gains“-Hotspot: hoher Drop auf Landesebene, mehrere Städte mit starkem Drop im Dezember und Comeback im Januar.
Saarland ist der Gegenpol: geringe Ausschläge deuten auf stabilere Winter-Routinen hin – vielleicht begünstigt durch kompakte Strukturen und kurze Wege.
Die größten Weihnachts-Drops sieht man weniger in den üblichen Metropolen, sondern in mittelgroßen Städten.
Einige Städte gehen besonders sichtbar in die Winterpause:
Das liest sich wie ein kollektives „Wir sammeln Energie – und sehen uns im Januar wieder".
Andere Orte zeigen kaum Rückgang – teilweise sogar einen kleinen Dezember-Boost (negative Prozent-Werte):
Das wirkt nicht wie „Weihnachten ignorieren", sondern eher wie: Routine ja – aber ohne den Druck, alles zu perfektionieren.
Metropolen sind seltener ganz oben in den Extremen – vermutlich, weil diversere Lebensrhythmen die Kurven glätten.
Und dann kommt der Januar. Die Lichterketten verschwinden, die Kalender werden neu sortiert – und der „Jetzt aber wirklich“-Vibe ist plötzlich überall.
Die Daten bestätigen das ziemlich deutlich.
Greifswald (53 %)
Eberswalde (50 %)
Wismar (50 %)
Schwerin (47 %)
Neustrelitz (47 %)
Neumünster (47 %)
Stendal (47 %)
Wedel (46 %)
Chemnitz, Dresden (je 45 %)
Wismar, Greifswald, Eberswalde, Stendal und Neustrelitz gehören zu den Städten, die im Dezember stark abtauchen – und im Januar besonders hoch zurückkommen.
Auf der anderen Seite gibt es Städte, die im Januar weniger stark zulegen – etwa weil sie im Dezember bereits stabil geblieben sind:
Blieskastel (22 %)
Neunkirchen, Nordhausen, Güstrow, Eisenach (je 24 %)
Saarlouis, Frankfurt am Main (je 27 %)
Suhl, Mühlhausen/Thüringen (je 28 %)
Homburg (29 %)
Unsere Daten zeigen klar: Dezember ist die Pause, Januar der Push. Und das ist nicht nur okay – das ist sogar logisch. Weil ein gesundes Fitness-Mindset nicht daraus besteht, 365 Tage auf Anschlag zu leben. Sondern daraus, zu wissen, wann Genuss dran ist – und wann du wieder richtig Lust auf deinen Flow bekommst.
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