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An manchen Tagen könntest du Bäume ausreißen und 2 Wochen später ist die Energie im Keller? Wahrscheinlich ist dein Zyklus dafür verantwortlich! Check' hier, wie du dein Workout nach deinem Zyklus ausrichtest und damit bessere Erfolge erzielst – inklusive Ernährungstipps!

 

Warum ein Training nach Zyklus sinnvoll ist!

 

Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage, variiert aber von Frau zu Frau. In den 4 Phasen des Zyklus werden unterschiedliche Hormone mal mehr und mal weniger ausgeschüttet.

 

Die wichtigsten sind:

 

  • Östrogen
  • Progesteron
  • FSH (Follikel stimulierendes Hormon)
  • LH (Luteinisierendes Hormon)

 

Sie haben Einfluss darauf, wie du dich fühlst, wann du besonders leistungsfähig bist oder auch nicht besonders in Form.

 

Grundsätzlich wirkt sich dein Zyklus auf folgende Bereiche aus:

 

  • Energieverbrauch & -bilanz
  • Hunger/Appetit
  • Wassereinlagerungen
  • Stress

 

Nutze das Wissen, wie Menstruationszyklus und sportliche Leistungsfähigkeit zusammenhängen, indem du einen Trainingsplan erstellst, den du nach deinem Zyklus und Östrogenspiegel ausrichtest.

 

Noch wichtiger ist aber, dass du dich beim Workout wohlfühlst – arbeite immer mit deinem Körper und nicht dagegen!

 

Trainingsplan erstellen

 

Fitness First Fakten-Check:

 

Fitness First Fakten-Check von Rebecca
"Hormonelle Verhütungsmittel, wie z. B. die Pille, verhindern deinen Eisprung. Von einem natürlichen weiblichen Zyklus sprechen wir deswegen nur dann, wenn du nicht hormonell verhütest."

- Rebecca Kapfinger - Redakteurin Fitness und Ernährung

 

Sport dem Zyklus anpassen: 4 Phasen im Check

 

Woher weißt du eigentlich, in welcher Zyklusphase du gerade bist? Zumindest eine erkennst du leicht: die Menstruationsphase. Sie beginnt mit dem 1. Tag der Monatsblutung. Es folgt die Follikelphase.

 

Danach wird’s knifflig, denn für Eisprung (Ovulation) und Lutealphase gibt es kein festgelegtes Datum – der weibliche Zyklus und diverse Schwankungen sind einfach sehr individuell. Zur Orientierung: Bei den meisten Frauen findet der Eisprung etwa in der Zyklushälfte statt, sprich am 14. Tag.

 

Du willst deinen Rhythmus besser kennenlernen? Apps und Gadgets für das Tracken des Zyklus können helfen. Sie bieten eine grobe Grundlage für dein individuelles Training je nach Zyklusphase:

 

  1. Sport während der Periode
  2. Sport während der Follikelphase
  3. Sport während des Eisprungs (Ovulation)
  4. Sport während der Lutealphase

 

Menstruationsphase: Sport während der Periode

 

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem Einsetzen deiner Menstruation. Hier wird aufgebaute Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung.

 

Viele Frauen haben dabei Beschwerden wie Krämpfe und Unterleibsschmerzen. In dieser Phase fühlst du dich wahrscheinlich etwas erschöpft oder sogar kraftlos. Das Training ist meistens anstrengender als in anderen Zyklusphasen.

 

Das ist die ideale Zeit, um deine Batterien wieder aufzuladen! Wenn du trotzdem Sport während der Periode machen möchtest, sind Spaziergänge, Stretching oder auch lockeres Ausdauertraining gut geeignet.

 

Auch mehr Schlafen tut in der Menstruationsphase gut. Tipp: Willst du aktiv bleiben, kombiniere am besten Entspannung und Bewegung, z. B. mit:  

 

Yoga-Kursen! 

 

Willst du während deiner Periode aktiv bleiben, kombiniere am besten Entspannen und Bewegen, z. B. mit: Yoga.
Mehr Schlafen tut während der Periode besonders gut.

 

Darf man während der Periode Sport machen?

 

Auspowern oder nicht? Viele Frauen stellen sich diese Frage während ihrer Blutung. Hast du dich auch früher vor dem Sportunterricht gedrückt, wenn du deine Tage hattest?

 

Verständlich: Dein Energielevel ist während der Periode besonders niedrig. Und wenn du dazu noch Regelschmerzen hast, ist der Hormonhaushalt im Keller – da sinkt natürlich die Lust, ins Gym zu gehen.

 

Was du aber wissen solltest: Bewegung lockert nachweislich die Muskulatur! Viele Trainingseinheiten helfen also bei Menstruationsbeschwerden und lösen sogar leichte Krämpfe. Wie viel Sport dir in dieser Zeit gut tut, entscheidet dein Körper.

 

Mit diesen 5 Tipps klappt Sport bei Regelschmerzen: 

 

  • Taste dich langsam ran! Wenn du Sport während der Periode bisher nicht gemacht hast, fange eventuell mit einem Yoga-Kurs an oder mache einen lockeren Spaziergang.
  • Viele Frauen stören Tampons beim Workout. Soft-Tampons oder Perioden-Unterwäsche sind eine super Alternative, da du sie kaum spürst.
  • Vermeide während deiner Tage zu harte Bauchtrainings, bei denen du den Unterleib noch mehr anspannst.
  • Achte besonders in dieser Zeit darauf, genug zu trinken.

  • Höre auf deinen Körper und überfordere dich nicht. Jetzt ist nicht die Zeit, in der du dir etwas beweisen musst. Wenn du Ruhe brauchst, gönne sie dir auch.

 

Zu viel Sport: Periode bleibt aus?

 

Du gehst fast täglich ins Fitnessstudio oder läufst Marathon, bist eigentlich kerngesund, aber eine Sache beschäftigt dich: Du bekommst deine Regel nicht mehr?

 

Bleibt die monatlichen Blutung aus, nennt man das in der Medizin Amenorrhoe. Kommen deine Tage über mehr als 3 Monate nicht (mehr), sind deine Hormone im Ungleichgewicht.

 

Mögliche Gründe:

 

  • Du gibst zu viel Gas: Tägliches Krafttraining und die Periode bleibt aus? Intensive Trainingseinheiten + Leistungstracking + zu wenig Erholung stressen dich und deine Psyche. Dein Body ist in Alarmbereitschaft und denkt: „In diesem Zustand noch schwanger werden? Keine gute Idee!“ Also bremst er den gesamten Zyklus.

 

  • Du isst zu wenig: Die Kombi aus zu viel Trainieren (Übertraining) und zu wenig Essen führt ebenfalls dazu, dass du keine Regel mehr bekommst. Durch das Ungleichgewicht setzt du nämlich andere Hormone (wie Gonadotropine) frei, die deine Menstruation unterdrücken.

 

Keine Periode = keine Lösung!

 

Willst du schwanger werden, ist eine fehlende Blutung kein guter Plan. Ein Eisprung ist bei Amenorrhoe zwar nicht komplett ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

 

Ist dein Östrogen-Spiegel dauerhaft zu niedrig, führt das zu Knochenschwund bis hin zu Osteoporose. Achte darum unbedingt auf dich und deinen Körper, trainiere weniger, nimm' dir den Druck und ernähre dich ausgewogen - dazu gehören auch Fette und Kohlenhydrate!

 

Und ganz wichtig:  Kläre eine ausbleibende Periode immer mit deinen Frauenärzt:innen ab.

 

 

Follikelphase: Erfolg beim Muskeln aufbauen

 

Sobald deine Regel vorbei ist, beginnt die Follikelphase. Hier schüttet dein Körper vermehrt (Glücks-)Hormone, wie Noradrenalin und Dopamin, aus – dein Antrieb steigt und deine Laune ebenfalls.

 

Zusätzlich führt der erhöhte Östrogenspiegel zu einem anabolen Effekt. Heißt: Diese Phase im Zyklus ist fürs Muskelaufbau-Training ideal! Hier sind Workouts mit Gewichten, Functional-Einheiten oder intensives Ausdauertraining, wie z. B. H.I.I.T. oder Kickboxenangesagt. Diese Phase dauert etwa 1 Woche.

 

Krafttraining für Frauen

 

Die Follikel-Phase im Zyklus ist fürs Muskelaufbau-Training ideal! Hier sind Workouts mit Gewichten & Co. angesagt.
Die Follikelghase im Zyklus ist für intensive Ausdauer-Einheiten, wie Fitnessboxen & Co. geeignet.

 

Ovulationsphase: Sport beim Eisprung

 

Kurz vor deinem Eisprung ist der Östrogenspiegel am höchsten und auch das Testosteron steigt. Die meisten Frauen sind jetzt auf ihrem absoluten Leistungshoch.

 

Nutze intensiven Sport rund um den Eisprung, um deine Ziele zu verwirklichen und dich ordentlich auszupowern! Hier gilt es, direkt loszulegen, denn diese Phase hält leider nur etwa 3 Tage an. 

 

Aber Vorsicht: Östrogen macht deine Bänder und Sehnen dehnbarer. Du verletzt dich also schneller. Beim Krafttraining gehst du also besser an Geräte, als an freie Gewichte - sie führen deine Bewegungen besser. 

 

Gerätetraining bei Fitness First

 

 

Lutealphase: weniger Antrieb & mehr Appetit

 

Nach dem Eisprung schüttet dein Körper vermehrt Progesteron und weniger Östrogen aus. Das soll auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten. Zugleich sinkt das Energielevel wieder und bei vielen Frauen tauchen klassische PMS-Symptome auf.

 

Studien zufolge steigt außerdem deine Körpertemperatur leicht an. Beim Trainieren produziert dein Körper noch mehr Wärme. Dabei wird mehr Blut in die Haut gepumpt, um dich durchs Schwitzen abzukühlen. Dieses Blut fehlt aber deiner Muskulatur, weshalb deine Ausdauer meist etwas schlechter ist.

 

Für dich heißt das: Lass' es (wieder) etwas ruhiger angehen! Statt eines schweißtreibenden Workouts tun dir nun leichtes Krafttraining, Fahrrad fahren, Schwimmen oder Pilates-Kurse gut.

 

Trainieren auf nüchternen Magen ist übrigens in der 2. Zyklushälte auch keine gute Idee. Die Lutealphase endet mit dem 1. Tag deiner Periode und der Zyklus beginnt von vorn.

 

Ist schwimmen gesund? 

 

Statt einem schweißtreibenden Workout tun dir in der Lutealphase Fahrradfahren & Co. gut.
Statt einem schweißtreibenden Workout tun dir in der Lutealphase Schwimmen & Co. gut.

 

Ergänzend zum Sport: Zyklus und Ernährung

 

Um bestmögliche sportliche Erfolge zu erzielen, passt du neben dem Training idealerweise auch deine Ernährung an deinen Zyklus an. Gesund und ausgewogen sollte dein Essverhalten zwar immer sein, allerdings gibt es in den einzelnen Zyklusphasen ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

 

Ernährung während der Periode

 

Da du während der Menstruation oft Krämpfe und Regelschmerzen hast, ist leicht verdauliche Nahrung am besten. Iss' darum viel Obst und Gemüse.

 

Während deiner Tage verliert dein Körper außerdem jede Menge Nährstoffe, vor allem Eisen. Greif' in dieser Phase also besonders zu eisenhaltigen Lebensmitteln:

 

 

Tipp: Kombiniere Eisen-Quellen mit Vitamin C. Und warte am besten mit Kaffee oder koffeinhaltigem Tee nach einer eisenhaltigen Mahlzeit etwa 1 Stunde, um die Aufnahme nicht zu beeinträchtigen.

 

Übrigens: Gegen Krämpfe hilft oft Magnesium. Es steckt unter anderem in:

 

  • Nüssen & Kernen
  • Rosenkohl
  • Spinat
  • Hülsenfrüchten

 

Nüsse liefern viel Eisen und Magnesium während der Periode.
Gegen Krämpfe während der Periode hilft oft Magnesium. Es steckt unter anderem in Hülsenfrüchten.

 

Ernährung in der Follikelphase

 

In der Follikelphase brauchst du viel Energie. Gleichzeitig kann sie dein Körper auch super verwerten. Du solltest darum viel Eiweiß und Kalorien zu dir nehmen. Geeignet sind etwa folgende:

 

  • Hülsenfrüchte
  • Fleisch
  • Fisch
  • Reis & Kartoffeln
  • Milch & Milch-Produkte
  • Saaten & Nüsse
  • fermentierte Lebensmittel wie Kimchi & Sauerkraut

 

Übrigens: In der führen Follikelphasse verbessert Koffein (laut einer Studie aus dem Jahr 2022) deine Muskel-Leistung! 

 

In der Follikelphase brauchst du viel Energie. Du solltest darum viel Eiweiß und Kalorien zu dir nehmen.
In der Follikelphase brauchst du viel Energie. Du solltest darum viel Eiweiß zu dir nehmen, z. B. mit Milchprodukten..

 

Ernährung rund um den Eisprung

 

Während des Eisprungs sollten möglichst viele verschiedene Obst- & Gemüsesorten auf deinem Teller landen. Hier brauchst du viele Ballaststoffe und Kalzium.

 

Während des Eisprungs sollten möglichst viele verschiedene Obstsorten auf deinem Teller landen. Hier brauchst du viele Ballaststoffe und Calcium, z. B. in Beeren.
Während des Eisprungs sollten möglichst viele verschiedene Gemüsesorten auf deinem Teller landen. Hier brauchst du viele Ballaststoffe und Calcium, z. B. in Brokkoli.

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Ernährung in der Lutealphase


Sag‘ PMS den Kampf an! Mit ausreichend B-Vitaminen, Magnesium, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren gelingt das am besten. Lass' dir zum Beispiel folgendes schmecken:

 

  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • grünes Blattgemüse
  • Leinsamen


By the way: Dein Körper braucht in dieser Phase weiter viel Energie, ist aber weniger leistungsfähig. Achte also darauf, genügend Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten zu dir zu nehmen. Sie versorgen dich langsamer, aber nachhaltiger mit Energie.

 

Dazu kommen gesunde Fette und Eiweiß – dann bleiben auch die gefürchteten Heißhunger-Attacken aus. Außerdem baut Progesteron Muskeln ab, also noch ein weiterer Grund für Proteine auf dem Teller.

 

Tipps gegen Heißhunger

 

Sag‘ PMS den Kampf an! Mit ausreichend B-Vitaminen, Magnesium, Calcium und Omega-3-Fettsäuren gelingt das am besten. Lass' dir zum Beispiel Haferflocken schmecken!
Sag‘ PMS den Kampf an! Mit ausreichend B-Vitaminen, Magnesium, Calcium und Omega-3-Fettsäuren gelingt das am besten. Lass' dir zum Beispiel grünes Blattgemüse schmecken!

 

FAQ: Sport nach Zyklus

 

    Na klar – wenn es dir gut tut! Studien zeigen, dass Fitness bei Regelbeschwerden sogar hilft. Gut geeignet sind leichte Trainingseinheiten wie Yoga, Spaziergänge oder eine lockere Joggingrunde.

    Unter Umständen führt zu hartes Trainieren gegen den Zyklus dazu, dass deine Periode unregelmäßig oder gar nicht kommt – vor allem, wenn du zu wenig Kalorien zu dir nimmst oder viel und schnell abnimmst. Der Hypothalamus setzt die Hormone, die für deinen Eisprung verantwortlich sind, nur langsam frei. Dadurch verschieben sich auch manchmal deine Tage.

    Eine gewisse Fitness-Routine kann deine Periode etwas schwächer machen. Verantwortlich dafür sind weniger Östrogen und dein Gewicht. Außerdem lindert leichtes Trainieren oft schmerzhafte Beschwerden und Krämpfe.

    Am leistungsfähigsten bist du in der Follikelphase und während des Eisprungs. Hier kannst du richtig Gas geben! Gehe es danach etwas ruhiger an und höre auf deinen Körper, wenn er mehr Ruhe und Erholung braucht.

    Am besten eignet sich die Zeit direkt nach deiner Menstruation zum Abnehmen. Hier hast du viel Energie für intensive Trainingseinheiten. Auch von Heißhunger-Attacken wirst du in dieser Phase meistens verschont.

    Kurz vor deinem Eisprung und währenddessen ist dein Körper maximal leistungsfähig. Die ersten 2 Wochen nach deiner Periode sind daher gut geeignet, um deine Ziele zu verwirklichen.

    Intensives Trainieren kann dazu führen, dass deine Tage unregelmäßig kommen oder sogar ausbleiben. Zu viel Sport und ein niedriger Körperfettanteil beeinflussen das Hormonsystem und stören deine Menstruation. Achte auf genügend Pausen und ernähre dich ausgewogen. Bei anhaltenden Problemen wende dich unbedingt an deine Ärzt:innen.

     

    Training nach Zyklus bei Fitness First

     

    Dein Hormonhaushalt sorgt also dafür, dass du in den verschiedenen Zyklusphasen unterschiedlich leistungsfähig bist – nutze das zu deinem Vorteil! Deine (Personal) Coaches und Ernährungsexpert:innen von Fitness First passen dein Energielevel gerne entsprechend deinem Zyklus an. Noch kein Mitglied? Vereinbare einfach ein kostenloses Probetraining und teste einen Club deiner Wahl! Wie du zusätzlich deine Glückshormone ankurbelst, checkst du übrigens in folgendem Artikel!

     

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