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Trends aus Schweden haben komische Namen und am Ende bleiben Teile übrig? Nicht beim Plogging! Check' hier, was hinter der Idee vom Müll sammeln beim Laufen steckt und für wen Ploggen als Sport geeignet ist.

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Was ist Plogging?

 

Es gibt für "Plogging" auf Deutsch keinen eigenen Begriff. Das Wort setzt sich aus dem schwedischen „plocka“ (aufsammeln) und „Jogging“ zusammen. Und genau darum geht es auch. Der nachhaltige Ausdauersport kombiniert Laufen und Müll sammeln. 

 

Während du joggst, bleibst du stehen, wenn du irgendwo Abfall liegen siehst, und hebst ihn auf. Am Ende deiner Runde entsorgst du alles ordentlich in vorgesehenen Mülleimern. Viele machen vorher noch ein Foto von ihrer „Beute“ und posten es auf Instagram oder auf  anderen Social-Media-Kanälen.

 

Plogging made in Sweden

 

Bekannt wurde der Fitness-Trend durch den Umwelt-Aktivisten Erik Ahlström. Der viele Müll in der schwedischen Hauptstadt Stockholm fiel nicht nur ihm negativ auf. Auch die Bewohner:innen störte der lästige Abfall. Daraufhin organisierte Erik Jogging-Gruppen mit Handschuhen und Müllsäcken bewaffnet, um die Stadt sauberer zu machen.

 

Mit der Zeit schlossen sich immer mehr Läufer:innen der Bewegung an. Es entstanden erste kleine Wettbewerbe (wer sammelt den meisten Müll ein?). Wenig später ging die erste Plogging-Website live. Viele Sportler:innen integrierten den Laufsport in ihr Trainingsprogramm. 

 

Plogging-Varianten: Plalking & Pliking

 

Inzwischen gibt es übrigens schon weitere Varianten & Trends des Fitness-Umweltschutzes - here we go:

 

  • Plalking = Walken. Du bist langsamer unterwegs, siehst dafür aber leichter den Müll rumliegen.

  • Pliking = Wandern (kommt von plocka + hiking) . Dabei sammelst du Abfälle auf längeren Wandertouren, meistens in der Natur.

 

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Laufen & Müll sammeln - ist das Sport?

 

Fans des Trends sind sich einig: Plogging ist nicht nur nachhaltig, sondern soll auch was für deine Fitness tun:

 

  • Ausdauer: Durch das Bewegen und Laufen an der frischen Luft bekommst du mehr Kondition.
  • Mobility: Durch das ständige Beugen, Aufheben und Aufrichten (sowie die immer schwerer werdenden Müllsäcke) trainierst und stärkst du vor allem deine Rücken-Muskulatur und bleibst beweglicher.
  • Intervall: Laufen, Stoppen, Laufen, Stoppen – Plogging bringt deinen Kreislauf in Schwung und kurbelt deinen Stoffwechsel an.

 

Durch das Bewegen und Laufen an der frischen Luft beim Plogging bekommst du mehr Kondition.
Beim Müll sammeln beim Ploggen bist du in der Gruppe unterwegs – social & motivierend!

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Plogging als Sport für Einsteiger:innen

 

Klar: An ein gezieltes Ausdauer-Workout kommt Plogging erst mal nicht ran. Gerade wenn du in der City unterwegs bist, wo vielleicht viel Müll liegt, findest du nicht richtig ins Joggen.

 

Du hältst alle paar Meter an, und läufst dazu noch langsam, um den Dreck nicht zu übersehen. Für fortgeschrittene Läufer:innen ist eine Runde Plogging darum eher eine Recovery-Einheit.

 

Aber es geht auch anspruchsvoller! Pros bauen beim Müll aufsammeln zusätzliche Trainingseinheiten wie Kniebeugen oder Hocksprünge mit ein. So machst du gleichzeitig ein super Workout für Beine & Po.

 

Für Einsteiger:innen ist Laufen mit Pausen aber perfekt! Joggen, gehen, kurz stehen ... das ist genau der Weg, dich langsam an den Sport ranzutasten. Check' hier folgenden Artikel für noch mehr Lauftipps:

 

Lauftraining für Anfänger:innen

 

Plogging: mehr als nur Jogging!

 

Für deine Marathon-Vorbereitung bringt Plogging also eher weniger. Mental ist das Müll sammeln beim Joggen aber für jedes Fitness-Level perfekt geeignet:

 

  • Du bist in der Gruppe unterwegs – social & motivierend!

  • Du gehst aufmerksamer durch deine Umgebung – Plogging ist deswegen eine gute Achtsamkeitsübung!

  • Du tust etwas für die Umwelt & siehst am Ende, was du geleistet hast – das steigert Glückshormone!

 

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Was bringt Plogging für die Umwelt?

 

Du alleine mit einem Müllsack - was soll das bringen, fragst du dich? Eine ganze Menge, sagt sogar der WWF! Denn jedes Stück Plastik, das nicht in einem Fluss und schließlich im Meer endet, ist ein Erfolg!

 

Außerdem ging es Plogging-Erfinder Ahlström vor allem darum, auf das Thema aufmerksam zu machen. Wenn du das Ergebnis deiner Sammel-Tour in sozialen Netzwerken postest, bringt das nämlich auch andere dazu, achtsamer zu sein und Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Schau' mal, was hier alles gesammelt wurde ... 

 

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Die richtige Plogging-Ausrüstung

 

Um mit dem Plogging loszulegen, brauchst du gar nicht viel:

 

  • Sportliche Kleidung & Laufschuhe: Nimm' vielleicht nicht gerade die neuesten Sachen, denn vielleicht geht’s auch mal ins Gebüsch.

  • Handschuhe: Ganz wichtig, du hebst ja schließlich den Müll von anderen auf.

  • Müllsack oder Beutel: Der gesammelte Abfall muss ja irgendwo zwischendurch hin.

 

Übrigens: Es gibt sogar schon Plogging-Taschen zu kaufen. Die haben oben eine Öffnung zum Befüllen und unten einen Reißverschluss zum Entleeren. Auch nützlich: Eine Plogging App, in der du deine Aktivität aufzeichnest. In vielen Fitness-Trackern kannst du Plogging bereits auswählen.

 

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Plogging-Events in deiner Nähe

 

Plogging wird meistens regional oder lokal organisiert. Willst du dich also mit Gleichgesinnten zusammentun oder an einer Veranstaltung teilnehmen, dann sind Facebook-Gruppen ein guter Anlaufpunkt. Suche einfach nach "Plogging" in Kombi mit deiner City. Die Aktionen werden auch oft in den Kanälen der Städte und Gemeinden geteilt.

 

Auf Instagram & Twitter kannst du #plogging oder nur für Deutschland #plogginggermany folgen. Verwende die Hashtags am besten auch, wenn du selbst deine Beute mit der Community teilst!

 

Auf folgender Website findest du nach Ländern und Städten sortierte Aktionen von Ploggern auf der ganzen Welt:  

 

Plogging arround the world

 

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FAQ zu Plogging

 

    Plogging ist ein Kofferwort. Es besteht aus dem schwedischen Wort plocka für Aufsammeln und Jogging. Es geht darum, beim Joggen herumliegenden Müll aufzusammeln - mit Handschuhen und Müllsack ausgestattet. So tust du etwas für die Umwelt und deine Gesundheit.

    Plogging kommt aus Schweden, genauer aus Stockholm. Dort nervte den Umweltschützer Erik Ahlström der viele Müll in der Stadt. Mit Gleichgesinnten rief er darum 2016 erstmals zum gemeinsamen Joggen und Müll sammeln auf.

    Plogging ist gut geeignet, um mit dem Laufsport anzufangen. Die Gruppe und der gute Zweck motivieren zusätzlich. Mit den Geh- oder Stehpausen steigst du sanft ins Joggen ein. Dazu trainierst du durch das Bücken und das Gewicht des Müllbeutels verschiedene Muskeln.

    Ja, Plogging kann wirklich etwas bewegen. Einerseits wird weltweit Plastik gesammelt, das sonst am Ende in Gewässern landet. Andererseits macht der Trend aufmerksam für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

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