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Warum ist Kälte so wertvoll für den Körper?

Veronika Pfeffer

Autor

Veronika Pfeffer

National Group Fitness Manager

Kälte-Training
Veronika Pfeffer

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Veronika Pfeffer

National Group Fitness Manager

Kennst du sie auch – die Leute, die bei frostigen Außentemperaturen ins kalte Wasser springen und das ohne Neoprenanzug? Warum machen die das? Ist das etwa gesund? Eisbaden ist sicherlich die Königsdisziplin, wenn es darum geht, den Körper ordentlich abzukühlen. Für den Einstieg eignet sich aber schon kaltes Duschen hervorragend – daran musst du deinen Körperaber erst mal gewöhnen …

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

1. Schritt für Schritt zum Kalt-Duscher

 

 

2. Die Vorteile auf einen Blick

 

 

3. Die "Kalte Dusche"

 

 

Fitness First - Duschkopf

Schritt für Schritt zum Kalt-Duscher

 

Zu Beginn empfehlen wir mit Wechselduschen zu starten. Nach dem Duschen mit deiner gewohnten und angenehmen Temperatur wechselst du zum kalten Wasser. Am besten startest du langsam an den Füßen und nicht gleich am Kopf. So geht´s richtig:

 

  • Beginne mit der Stelle, die am weitesten vom Herz entfernt ist – dem rechten Knöchel. Wandere langsam am Bein nach oben und wechsele dann zum linken Bein.
  • Danach folgen die Arme, erst der Rechte, dann der Linke.
  • Deine Körpermitte ist die größere Herausforderung – aber wenn du es mal geschafft hast, lässt es sich gut aushalten. Später lässt du dann das kalte Wasser über den gesamten Körper laufen.
  • Danach wieder warm duschen, noch einmal kalt und gegebenenfalls wiederholen. Fortgeschrittene können 1 Minute warm und 1 Minute kalt im Wechsel duschen.
  • WICHTIG: Immer mit einer kalten Dusche enden und danach schön abtrocken und warm einpacken!

 

Die Vorteile auf einen Blick:

 

Früher gab es noch keine Daunenjacken oder Heizungen. Zu dieser Zeit spielte Kälte eine sehr wichtige Rolle. Der menschliche Körper reagiert auf Kälte mit einer erhöhten Wärmeproduktion und einem beschleunigten Stoffwechsel. Da wir heute unserem Körper diesen Kältereiz entziehen, treten metabolische Erkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) verstärkt auf und das hormonelle Gleichgewicht gerät aus der Balance.

1. Kaltes Wasser bringt den Kreislauf in Schwung …

 

Sobald kaltes Wasser morgens auf die Haut trifft, bist du hellwach. Deine Durchblutung wird gefördert, was zu einer erhöhten Herzfrequenz und zu erhöhter Sauerstoffaufnahme durch tiefe Atemzüge führt. Es werden mehr Mitochondrien gebildet. Das sind die Kraftwerke deiner Zellen, die die Energie produzieren, die du zum Leben brauchst. Je mehr Mitochondrien in deinen Zellen vorhanden sind, desto mehr Energie und somit Wärme, produzieren sie für dich.

2. … und fördert die Gesundheit und die Regeneration nach dem Sport

 

Durch den Wechsel von kalt und warm, weiten und verengen sich deine Blutgefäße, wodurch das Immunsystem und das Herz gestärkt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch Kälte Muskelkater gelindert und die Regeneration beschleunigt wird. Deshalb steigen wohl Fußballer immer in die Eistonne … ?

3. Die Fettverbrennung wird angekurbelt und der Grundumsatz erhöht

 

Starke Temperaturwechsel beim Duschen aktivieren die Produktion von dem sogenannten braunen, also dem „guten“, Fettgewebe. Keine Angst, dabei handelt es sich nicht um das Hüftgold! Das braune Fettgewebe erzeugt Wärme, wenn wir Kälte ausgesetzt sind. Bei kaltem Duschen wird das braue Fettgewebe aktiviert, der Energieumsatz steigt und dein Körper beginnt Kalorien zu verbrennen. Das können sogar bis zu 500 kcal pro Tag sein – ganz ohne Sport. Dadurch schmilzt dein Hüftgold und auf lange Sicht werden die Blutzuckerwerte und Insulinsensitivität verbessert.

4. Kälte – Entzündungshemmer und Schmerzreduktion

 

Hattest du schon mal eine dicke Backe nach dem Zahnarztbesuch oder ein dickes Knie? Und was machst du da? Richtig – kühlen. Kälte ist ein wahrer Entzündungshemmer und lässt die Harnsäurewerte sinken. Kälte könnte also für Menschen mit Rheuma oder Gicht eine wahre Wohltat sein. Auch für Leute mit chronischen Schmerzen ist Kälte eine Alternative zu Medikamenten.

 

Einerseits kann die Schmerzreduktion durch die entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung erklärt werden und auf der anderen Seite werden durch Kälte Schmerzrezeptoren gehemmt, die dann Schmerzsignale nicht weiter geben. Man kennt das aus dem Sport, wenn bei Verletzungen sofort Kühlpacks zum Einsatz kommen.

Vorteile der "kalten Dusche"

 

Falls du immer noch nicht von der „kalten Dusche“ überzeugt bist, helfen vielleicht noch folgende Argumente:

 

  • Besserer Schlaf
  • Stressreduktion
  • Niedrigere Blutfettwerte
  • Verbesserte Schilddrüsenfunktion
  • Höhere Lebenserwartung
  • Bessere Wärmeregulation
  • Vertrauen in den eigenen Körper
  • Besseres Körperbewusstsein
  • Motivations-Boost

 

Letzter Tipp: Für Wechselduschen solltest du kerngesund sein. Bei Fieber oder Erkältungen sollte dies erst auskuriert werden, aber dann gibt es keine Ausreden mehr! Ab unter die Dusche …