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Trainieren und Bewegen sind gesund und halten fit. Aber kannst du auch zu viel Sport machen? Was passiert mit deinem Körper, wenn du zu viel trainierst? Check‘ hier Ursachen, Symptome und Tipps, wie du Übertraining vermeidest!
Ob zum Stress abbauen oder Abnehmen, zum Krafttraining oder um dich auf den nächsten Marathon vorzubereiten: Sport hat viele tolle Benefits!
Aber besonders bei extremem Ausdauertraining oder wenn du (zu) hart am Muskelaufbau arbeitest, kann es zu Übertraining kommen.
Man spricht davon, wenn Belastung und Stress länger andauern als das Regenerieren - dann stagniert oder sinkt deine Leistung, auch wenn du fleißig weiter trainierst.
So grenzt du's ab:
Fitness First Fakten-Check:
"Fühlst du dich nach ein paar harten Einheiten schlapp, heißt das nicht sofort „übertrainiert“. Checke zuerst: Bist du nur kurzzeitig überlastet? Dann hilft meist konsequentes Regenerieren – gut schlafen, essen und pausieren. Wird es aber nach 2-3 Wochen Erholung nicht besser, oder es kommen immer mehr Warnsignale dazu, kann ein Übertrainingssyndrom dahinterstecken".
- Veronika Pfeffer - Fitness Manager
Trainierst du mit ausreichenden Erholungsphasen, fühlst du dich fit und energiegeladen.
Hast du in letzter Zeit aber zu viel Sport getrieben, treten bei Überlastung oft folgende Symptome auf:
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Die Symptome und Folgen von Übertraining fallen bei jeder Person unterschiedlich aus und sind individuell stärker oder schwächer. Achte immer auf deinen Körper und seine Warnsignale!
Und ganz wichtig: Wenn es dir schlecht(er) geht oder sich dein Zustand nicht verbessert, solltest du unbedingt ärztlichen Rat suchen!
Krank zum Sport? Do’s & Dont‘s
Kann sein, muss aber nicht. Oft ist es auch "nur" ein Zeichen, dass die Belastung in dem Moment zu hoch war.
Trainierst du sehr intensiv, wird unter anderem Blut vom Magen-Darm-Trakt weggeleitet. Dazu bist du vielleicht noch dehydriert und unterzuckert oder hast zu schwer gegessen.
Ist dir aber häufig übel und es kommen noch weitere Symptome dazu (wie oben beschrieben), solltest du dein Training reduzieren.
Der 1. Schritt, um die Symptome eines Übertrainings zu verringern, ist zu erkennen, dass du zu viel Sport gemacht hast. Je früher du es bemerkst, desto schneller kannst du gegensteuern!
Bei einem ärztlichen Check werden deine Symptome richtig eingeordnet und Behandlungsmethoden, wie Physio & Co., empfohlen.
Weitere mögliche Maßnahmen, um dem Übertraining entgegenzuwirken sind:
Klingen die Beschwerden langsam ab, ist ein sanfter Wiedereinstieg oft besser als „Vollgas nach der Pause“.
Hier eine mögliche Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Wichtig: Wenn du nach dem Wiedereinstieg aber erneut deutlich schlechter regenerierst, ist das ein klares Signal, nochmal etwas Power rauszunehmen!
Wiedereinstieg nach Trainingspause
Die empfohlenen Maßnahmen können Symptome der Überbeanspruchung lindern. Besser ist es aber, wenn du gar nicht erst in diesen Zustand gerätst.
Was tun, um ein Übertraining zu vermeiden?
Es gibt keine bestimmte Sportart, bei der das Risiko für Übertraining besonders hoch ist.
Egal um welches Workout es sich handelt, am Ende zählt die Intensität. Und die variiert stark – bist du eher Hobby-Sportler:in, Athlet:in oder Kraftsportler:in?
Übertraining entsteht, wenn du zu viel Sport machst und dich danach zu wenig erholst. Auch das konsequente Weitertrainieren bei Symptomen ist gefährlich und führt letztendlich zu Fehltraining. Dadurch überlastest du deinen Körper auf Dauer.
Lässt du dir ausreichend Zeit zum Erholen, kannst du theoretisch bis zu 6 Tage die Woche trainieren. Manchmal ist es sinnvoll, deine Workouts in kleine Einheiten oder in bestimmte Muskelgruppen (über die Woche verteilt) zu splitten. So überanstrengst du dich nicht.
Um dich von einer Überbeanspruchung zu erholen, können mehrere Wochen bis Monate vergehen. 3 Wochen Regenerieren solltest du aber mindestens einhalten.
Ob du jeden Tag Sport machen möchtest, bleibt theoretisch dir überlassen. Grundvoraussetzung ist, dass du dich fit und gesund genug fühlst und das Workout nicht zur Erschöpfung führt.
Die ersten Anzeichen von zu viel Trainingseinheiten sind oft Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit und eine erhöhte Verletzungsgefahr. Außerdem neigst du dazu, schneller krank zu werden.
Überlastung (Overreaching) ist meist kurzfristig: Erholst du dich ausreichend, bist du oft nach bis zu 2 Wochen wieder stabil. Beim Übertrainingssyndrom (OTS) hält der Leistungsabfall deutlich länger an. Lass' dann auf jeden Fall auch andere Ursachen (z. B. Infekte) besser abklären!
Steige auf jeden Fall locker ein: mit kurzen Einheiten, niedriger Intensität und 1-2 Pausentagen pro Woche. Schläfst du (wieder) gut, hast mehr Energie und deine Stimmung ist positiv, steigerst du dich langsam – harte Reize kommen zuletzt.
Einige. Du verletzt dich leichter, wirst häufiger krank und kämpfst oft mit Schlaf- und Stimmungstiefs. Im Worst Case bist du wochen- bis monatelang eingeschränkt.
Du verlängerst unnötig die Erholung: Deine Symptome werden stärker, die Leistung fällt weiter ab, du verletzt dich schneller und bist anfälliger für Infekte. Nimm' lieber früh etwas Power raus, statt später lange auszufallen!
Sport soll Spaß machen und dich fit und gesund halten. Damit das auch so bleibt, lass‘ dir z. B. einen individuellen Trainingsplan mit entsprechenden Regenerationszeiten zusammenstellen – so erreichst du deine Ziele, ohne dich zu überlasten oder zu verletzen! Noch kein Mitglied? Vereinbare einfach ein kostenloses Probetraining in einem Club deiner Wahl!
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